Creators – Das Finale!

Foto: Markus Scholz

Der Sieger steht fest!

Mit der Produktion „Zzaun!“ steht der Sieger des ersten CREATORS-Wettbewerbs fest: Das Nachbarschaftsmusical von Tilmann von Blomberg (Text) und Alexander Kuchinka (Musik und Songtexte) überzeugte die Fach-Jury nach zwei Final-Tagen, an denen sich die fünf Vorrundengewinner in einer jeweils einstündigen Show auf der Bühne des Schmidt Theaters präsentierten.

Die Finalisten

Im November 2014 startete CREATORS, der erste Wettbewerb für neue deutschsprachige Musicals. Die Resonanz war überwältigend: Über 150 Musical-Ideen mit Szenen- und Songbeispielen haben uns erreicht und wurden von einer Jury – unter dem hochkarätigen Vorsitz von Musicallegende Helmut Baumann – gesichtet und bewertet. Aus den 15 besten Kandidaten wurden fünf Gewinner ausgewählt und vom Schmidts TIVOLI mit je 10.000 Euro gefördert um aus ihrem Stoff eine einstündige Bühnenfassung zu schaffen. Diese neuen, originalen Musicalstoffe präsentieren wir nun beim großen Finale im Schmidt Theater! Jetzt Tickets sichern.

CREATORS – Das Finale
am 12. und 13. Oktober 2015
Schmidt Theater | Hamburg

12. Oktober 2015
16 Uhr: „Immer der Nase nach“
19 Uhr: „Älter“
21.30 Uhr: „Zzaun“

13. Oktober 2015
12 Uhr: „Made in Germany“
15 Uhr: „Tresenkönigin“

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Kurzvorstellung der CREATORS-Finalisten

IMMER DER NASE NACH –Jörg Hilger und Harald Buresch (12.10. | 16 Uhr)

„Immer der Nase nach“ ist ein neues Märchen-Musical über Selbstachtung, gegenseitigen Respekt und ungewöhnliche Freundschaften. Erzählt wird die Geschichte von der Prinzessin mit der langen Nase, deren Makel für jede Menge Spott sorgt. Doch nach einem ganz speziellen Schönheitswettbewerb stellt sich heraus, dass jeder etwas an sich hat, das nicht so ganz perfekt ist, nur dass man es nicht bei jedem sofort sieht. Wir erleben temperamentvolle Hexen, überforderte Zauberer, sanftmütige Riesen und freche Zwerge, liebevolle Könige, arbeitsuchende Prinzen und zickige Prinzessinnen. Das Stück besticht durch einen wunderbaren Humor für Klein und Groß, spannend gezeichnete Figuren voller Selbstironie und überraschende Wendungen.

Die Besetzung:
Märchentante: Iris Schumacher
Zauberer Bubu: Frank Winkels
Prinzessin: Martina Lechner
Jeanette: Leoni Oeffinger
Babette: Janice Rudelsberger
König Ignaz: Christian Senger
Prinz Heribert: Marlon Wehmeier
Riese Pampe: Dominik Müller
Zwerg Tabbs: Nico Stank
Wilde Hilde: Raphaela Groß-Fengels

ÄLTER – Robin Kulisch und Philipp Gras (12.10. | 19 Uhr)

Wir alle werden älter – aber was genau heißt das? Was bedeutet Älterwerden? Mit Mitte 20 wird die Antwort sicher ganz anders ausfallen als bei jemandem, der gerade seinen 65sten Geburtstag gefeiert hat oder der mit Anfang 30 sein erstes Kind erwartet. Anhand mehrerer Generationen einer Familie beleuchtet das Stück in einzelnen Vignetten die unterschiedlichsten Aspekte des Themas Älterwerden. Dabei gibt es keine stringent durchgehende Handlung, sondern eine teils lose Song- und Szenenfolge, die über einen Zeitraum von ca. eineinhalb Jahren diverse Stationen der Figuren und ihrer Geschichte thematisiert. Der Fokus liegt hierbei bewusst auf alltäglichen Situationen – Familientreffen, Telefonate und Gespräche, in denen die Komik und Dramatik, aber auch die Poesie des Alltags zum Vorschein kommen.

Die Besetzung:
Chris – der Sohn: Jonas Heim
Annika – die Tochter: Franziska Kuropka
Hannelore – die Mutter: Iris Schumacher
Arno – der Vater / Regie: Ulrich Wiggers
Elke – die Tante: Franziska Becker
Sven – der Freund: Philipp Hägli

Orchester:
Cello: Hugo Rannou
Violine: Dorothée Royez
Piano: Philipp Gras
Kontrabass: Leonie Hefele
Drums: Holger Bihr
Reeds: Jessica Thamm

ZZAUN! – Tilmann von Blomberg und Alexander Kuchinka (12.10. | 21.30 Uhr)

Horst hat eine Zaunspitze abgebrochen. Das wäre für seinen Nachbarn Roland an sich kein Problem, hätte sich nicht ausgerechnet heute seine Schwiegermutter zum Antrittsbesuch angemeldet, da will man natürlich einen guten Eindruck machen. Zumal sie sich schon genug darüber aufregt, dass ihr Sohn mit einem Mann zusammenlebt! Horst flickt den ramponierten Zaun so gut er kann, doch das genügt dem perfektionistischen Roland nicht: Er ruft seinen Anwalt … Kann man von einer abgebrochenen Zaunspitze zur globalen Krise gelangen? Schon, wenn man davon ausgeht, dass in jedem Reihenhausbesitzer ein wahnsinniger Diktator steckt und jeder wahnsinnige Diktator im Grunde nichts weiter ist als ein kleiner Reihenhausbesitzer.

Die Besetzung:
Horst: Heiko Fischer
Roland: Tilmann von Blomberg
Leonie: Yvonne Disqué
Felix: Nico Gaik
Michelle/Irene Sonnenschein: Amaya Sarina Keller
Walburga/Grundlos: Ben Kropp
Zaun Müller/Kühn: Alexander Kuchinka

Orchester:
Musikalische Ltg./Piano: Fridtjof Bundel
Trompete: Benny Brown
Akkordeon: Franka Herwig
Kontrabass: Konrad Hartig
Schlagzeug: Martin Münzberg

MADE IN GERMANY – Kevin Schröder und Marc Seitz (13.10. | 12 Uhr)

Die satirische Musical-Comedy erzählt die Geschichte von Elvis Dustin Schmidt, einem jungen Idealisten aus Eisenhüttenstadt, der die Welt verändern möchte. Der freiwillige Dienst bei der Bundeswehr ist seine große Chance! Doch gleich beim ersten Einsatz im fernen Nirvanistan sprengen Selbstmordattentäter Elvis romantische Träume einer besseren Welt. Gemeinsam mit seinem opiumaffinen Kameraden Fritz, der nirvanischen Menschenrechtsaktivistin Shisha und ihrem versehentlich fanatischen Bruder Amar stellt er sich vollbärtigen Glaubensbrüdern, glattrasierten Waffenlobbyisten und den perversen Machtfantasien der Ministeriumsbeamtin Von der kurzen Leine. Kann man mit Waffen wirklich Frieden schaffen?

Die Besetzung:
Elvis Schmidt: Benjamin Sommerfeld
Shisha Ibn Fanni: Filipina Henoch
Lachmar Ibn Fanni: Christopher Brose
Karin Heckler-Koch: Kerstin Marie Mäckelburg

Ensemble: Jessica Mears, Elena Zvirbulis, Anja Backus, Frank Bahrenberg, Evangelos Sargantzo, Benjamin Merkel

TRESENKÖNIGIN – Konrad Lorenz und Hafennacht (13.10. | 15 Uhr)

Die erste Kult-Kneipe auf dem Hamburger Kiez der 60er Jahre hieß „Tante Hermine“. Ursprünglich eine Anlaufstelle für Seeleute, lag sie in der Hafenstraße, gegenüber der Fähre VII. Die Jungs, die dort verkehrten, wuchsen zwar neben der Prostitution auf, wurden aber nie so richtig aufgeklärt. Die allgemeine Erwartung an den Paulianer, den Durchblick „in gewissen sexuellen Dingen“ zu haben, erfüllten sie großmäulig und ahnungslos. Das Stück handelt von der ersten Liebe – im Spektrum zwischen unschuldigem Schwärmen und dem Besuch in der Herbertstraße. Darüber wacht in ihrer kompakten Art Hermine Hansen, die Tresenkönigin: arthritisch, ironisch, plattdeutsch. Dabei entführt uns das Trio Hafennacht mit seinen Liedern und Liedzitaten in diese ehemalige Hafenkneipe in Wartestellung: Warten auf die Liebe, warten auf den Seemann, warten auf das Wirtschaftswunder ...

Die Besetzung:
Kloogschieter / Buch: Konrad Lorenz
Tante Hermine: Ingrit Dohse
Isolde / Choreografie: Stefanie Schwendy
Kalle: Tim Koller
Fiete: Marco Knorz
Hein / Doowie: Holger Nowak
Der Ochse / Murksi: Stefan Rüh
Pit: Mike Schlünzen
Anna: Kristina Willmaser

Martha / Sängerin Hafennacht: Uschi Wittich
Schifferklavier Hafennacht: Heiko Quistorf
Gitarre Hafennacht: Erk Braren

Die Vorrunden

Fast 150 Einsendungen erreichten uns im Schmidts TIVOLI in den letzten Monaten, die besten 15 haben nun die Chance, sich in drei Vorrunden dem Publikum im Schmidt Theater zu präsentieren – zum Finale winken Fördergelder im Wert von insgesamt 100.000 EUR0.

In jeder Vorrunde zeigen fünf der Wettbewerbsteilnehmer einen kurzen Ausschnitt aus ihrem Werk. Unterstützt werden sie dabei von Ensemble-Mitgliedern aus dem Schmidt Theater und Schmidts TIVOLI. An jedem Vorrundenabend kürt die Fachjury unter Vorsitz von Musical-Legende Helmut Baumann bis zu zwei Gewinner. Die Spannung steigt!

Die Sieger der ersten Vorrunde vom 2.3.2015

„Älter“ (Robin Kulisch, Philipp Gras)
„TRESENKÖNIGIN oder die erste Liebe auf St. Pauli“ (Konrad Lorenz und Hafennacht)

Weitere Teilnehmer:
„Der Schimmelreiter“ (Florenz Potthast , Michael Potthast)
„Weihnachtsmann gesucht“ (Chris Brewer, Nadeem Ahmed)
„Störtebeker – Fluch des Meeres“ (Volker Ullmann, Thomas Finna, Alexander Zamponi, Thomas Borchert, John Mortimer, Georg Hahn)

Die Sieger der zweiten Vorrunde vom 6.4.2015

„Immer der Nase nach“ (Jörg Hilger, Harald Buresch)

Weitere Teilnehmer:
„Dogs“ (Johannes Kram, Florian Ludewig)
„Compilation.“ (Dirk Mehnert)
„Die Vier von der Pier“ (Jann Hinnerk Timm, Jonas Kropp, Matthias Berger, Ben Kropp)
„TROJA – Erzähl mir nix vom Pferd!“ (William Danne, Rasmus Schumacher)

Die Sieger der dritten Vorrunde vom 4.5.2015

„Zzaun!“ (Tilmann von Blomberg, Alexander Kuchinka)
„Made in Germany“ (Kevin Schröder, Marc Seitz)

Weitere Teilnehmer:
„Versuchskaninchen“ (Robert Löhr, Lars Redlich, Bijan Azadian)
„ReeperWahn“ (Steffi von Wolf, Mario Stefan Becher, Oliver Pauli)
„Der fliegende Holländer“ (Philipp Polzin, Christian D. Dellacher)

Die Fachjury

HELMUT BAUMANN (Jury-Vorsitzender)

Helmut Baumann, geboren 1939 in Berlin, begann seine Karriere als Tänzer Anfang der 60er Jahre an der Hamburgischen Staatsoper. Später holte ihn Boy Gobert als Regisseur ans Thalia Theater, wo er auch die deutsche Erstaufführung von „Chicago“ übersetzte und inszenierte sowie Regie führte bei „Sweet Charity“, „Kiss me Kate“ und „Drei Musketiere“. In Wien inszenierte er „Jesus Christ Superstar“, „Cabaret“, „Anatevka“ sowie „West Side Story“ in Zürich, „Sweet Charity“ und „Happy End“ in München, „Ich steig aus …“ und „Richards Korkbein“ in Berlin. 1985 spielte er Zaza in „La Cage aux Folles“ am Theater des Westens in Berlin. Bis 1999 war er dort künstlerischer Leiter, das Haus wurde unter ihm zum wichtigsten deutschen Musicalrepertoiretheater mit Inszenierungen wie „Cabaret“ mit Helen Schneider und Hildegard Knef. 2007 eröffnete seine Inszenierung von „Orpheus in der Unterwelt“ die Saison an der Volksoper Wien. Für das Theater am Kurfürstendamm realisierte er „Swinging Berlin – Tanzen verboten“ und „Das Apartment“. Er spielte in der Komödie „Achtung Deutsch!“, 2013 inszenierte er „Die verkaufte Braut“ an der Volksoper Wien und war in „Ball im Savoy“ an der Komischen Oper Berlin zu sehen. 2014 wurde er mit dem Ehrenpreis der Deutschen Musical Akademie für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

JOACHIM BENCLOWITZ

Joachim Benclowitz, geboren 1956, ist seit 1986 Rechtsanwalt mit Spezialisierung auf Urheber- und Medienrecht. Seit 1991 ist er Geschäftsführer und Syndikus des Landesverbandes Nord im Deutschen Bühnenverein mit Sitz in Hamburg. Außerdem unterrichtet er als Dozent an der Hamburger Hochschule für darstellende Kunst und Musik und ist als Autor bei diversen Fachverlagen im Bereich Arbeits- und Urheberrecht tätig.

CREATORS - Neue Musicals braucht das Land

MIRKO BOTT

Bereits während seines Theater- und Musikwissenschaftsstudiums in Bochum arbeitete Mirko Bott bei zahlreichen Produktionen als Regieassistent – vom „Weißen Rössl” bis Wagners „Ring des Nibelungen”. Seit 1997 lebt und arbeitet er als Autor und Regisseur in Hamburg und ist seit 2004 Programmchef von Schmidts TIVOLI und Schmidt Theater, für das er die Stücke „Karamba!", die musikalische Komödie „Oh Alpenglühn!”, „CAVEQUEEN“ und „Die Königs vom Kiez“ schrieb. Er inszeniert und schreibt Showprogramme für die AIDA-Schiffe, Soloprogramme u. a. für Emmi & Willnowsky und Kay Ray und war zehn Jahre Dozent für Theatergeschichte an der Hamburg School of Entertainment. Als Gastregisseur hat er in den letzten Jahren u. a. „Die Fledermaus” und „Die schöne Galathée” am Hamburger Engelsaal sowie die Revue „Ahoi!”, „Die lustige Witwe” und „Die Regimentstochter” am Volkstheater Rostock inszeniert. Er schrieb zusammen mit Christian Berg die Familienmusical „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” und „Alice im Wunderland” sowie mit Heiko Wohlgemuth vier Folgen von „Pension Schmidt” für das NDR Fernsehen.

BORRIS BRANDT

Borris Brandt, Jahrgang 1961, ist Autor, TV-Produzent und Mediamanager. Der gelernte Werbekaufmann war unter anderem Programmdirektor von ProSieben. Er verpflichtete Stefan Raab und etablierte mit seinem Team zahlreiche neue Unterhaltungsformate. In seiner Funktion als Geschäftsführer Deutschland des Fernsehproduzenten Endemol verantwortete er Sendungen wie „Wer wird Millionär“, „Big Brother“ oder „Nur die Liebe zählt“. Seit Anfang 2009 entwickelte er mit seiner Firma ENTERTAINIA Unterhaltungsformate sowie Events für Markenunternehmen und Medien. Im September 2011 übernahm Borris Brandt die Geschäftsführung von AIDA Entertainment in Hamburg. In dem Tochterunternehmen von AIDA Cruises entsteht das gesamte Unterhaltungsprogramm für die Kreuzfahrten der AIDA-Clubschiff-Flotte.

JANE COMERFORD

Die gebürtige Australierin und Diplom-Pianistin blickt auf eine lange Karriere als Sängerin, Songschreiberin, Darstellerin und Vocal Coach zurück. Mit ihrer Interpretation der Eponine in der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals „Les Misérables“ in Wien setzte sie neue Maßstäbe und fand weltweit große Beachtung. Sie ist Leadsängerin der Erfolgsband Texas Lightning und seit 1984 renommierte Dozentin an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Mit ihrem Song „No No Never“ schrieb sie einen 3-fach vergoldeten Nummer-1-Hit und gewann mit ihrer Country-Band den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2006. 2007 war Jane Comerford Vocalcoach und Jury-Mitglied bei der ProSieben-Castingshow „Popstars“, 2007 und 2008 saß sie in der Jury der ZDF-Sendung „Grand Prix der Chöre”. Nach wie vor arbeitet sie im eigenen Tonstudio und schreibt auch für andere Künstler und Projekte.

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MICHAELA FLINT

Die studierte Soziologin begann nach einem Jahr Online-Marketing bei Stella Entertainment ihre Laufbahn als freiberufliche Journalistin mit Schwerpunkt Musical und Entertainment. Seither hat Michaela Flint fast 200 verschiedene Musicalproduktionen in ganz Europa besucht und sich vor allem durch unkonventionelle Backstage-Reportagen und Interviews einen Namen gemacht. Sie war sowohl einige Jahre Chefredakteurin von blickpunkt musical als auch langjährige Autorin für www.musicalzentrale.de. Auf www.musicals-online.com können ihre Rezensionen, Interviews und Backstage-Berichte nachgelesen werden. Ihr standen alle Größen der deutschsprachigen Musicalszene gern Rede und Antwort, doch schon immer lagen ihr auch die kleinen, feinen Produktionen am Herzen. Seit Herbst 2012 ist Michaela Flint Redakteurin bei musicals – Das Musicalmagazin, dem ältesten und bekanntesten Musicalmagazin Europas. Auch hauptberuflich ist sie eng mit der Unterhaltungsbranche verbunden und organisiert als Eventmanagerin Konzerte und Galas verschiedenster Art. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich bei der Planung von Großveranstaltungen wie den Commonwealth Games in Glasgow oder dem Dalai-Lama-Besuch in Hamburg.

MARTIN LINGNAU

Martin Lingnau ist mit weit über vier Millionen Besuchern seiner vielfach ausgezeichneten Produktionen einer der erfolgreichsten Musiktheaterautoren Deutschlands. Er absolvierte 1992 den Kontaktstudiengang für Popularmusik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und nahm an internationalen Meisterklassen teil. Seit 1994 ist er dem Schmidts TIVOLI als Hauskomponist eng verbunden. Er komponierte u. a. die Musicals „Swinging St. Pauli“, „Villa Sonnenschein“, „Der Schuh des Manitu“, „Es war einmal – 7 Märchen auf einen Streich“, „Der Räuber Hotzenplotz“, „Das Orangenmädchen“, „Droomvlucht“, „Die 13 ½ Leben des Käptn Blaubär“, „Heiße Ecke“ und „Die Königs vom Kiez“. Seine Songs werden von Interpreten wie Annett Louisan, Mary Roos, Maite Kelly und Udo Lindenberg gesungen und sind auf über 50 CDs erschienen, die er zum Großteil auch produzierte. Seit 1997 ist Martin Lingnau Music Supervisor bei AIDA Entertainment und ist an der Entwicklung und Konzeption des international preisgekrönten Entertainments beteiligt. Ebenfalls komponierte er die Musik für Kinofilme wie „Serengeti“, für internationale TV-Produktionen und Events wie die Eröffnungszeremonie der Ski-WM 2011. Im November 2014 hat das von ihm komponierte Musical „Das Wunder von Bern“ Premiere in Hamburg .

CORNY LITTMANN

Am 8.8.88 eröffnete Corny Littmann das Schmidt Theater auf der Reeperbahn, 1991 kam das Schmidts TIVOLI dazu. Einem bundesweiten Publikum wurde er als Herr Schmidt in der „Schmidt Mitternachtsshow“ des NDR Fernsehens bekannt. Corny Littmann ist vor und hinter den Kulissen aktiv: Er spielt Theater, z. B. in „Das Geheimnis der „Irma Vep“, „Ein Sommernachtstraum – das Musical“, „Fifty Fifty“, „Sixty Sixty“, „Pension Schmidt“, „Villa Sonnenschein“ oder „Die Schmidtparade“. Seit 1993 führt er ebenfalls erfolgreich Regie: so bei den TIVOLI-Hausproduktionen „Cabaret“, „Fifty Fifty“, „Karamba!“, „VOLLES PROGRAMM!“, „Oh Alpenglühn!“, „CAVEQUEEN“, „Der Opa“ mit Karl Dall, bei „Heiße Ecke“ – Das St. Pauli Musical und „Die Königs vom Kiez“. Mit der Inszenierung der Uraufführung von Georg Kreislers Oper „Das Aquarium oder Die Stimme der Vernunft“ am Volkstheater Rostock 2009 erfüllte er sich einen Lebenstraum. Von 2001 bis 2011 war Corny Littmann Gesellschafter und künstlerischer Leiter der Firma SeeLive Tivoli Entertainment & Consulting GmbH, die die Konzeption und Umsetzung von Showprogrammen an Bord modernster Clubschiffe erarbeitet.

JOHANNES MOCK O‘HARA

Von Haus aus Diplom-Kaufmann, ist Johannes Mock-O'Hara seit 20 Jahren im Live-Entertainment tätig. Insgesamt zwölf Jahre lang arbeitete er für Merlin Entertainments (Eigentümer der Marken Sea Life, Madame Tussauds, Dungeon, Legoland, Heidepark Soltau etc.) und war als Vorstandsmitglied für den Bereich Neuentwicklung und Standortfindung weltweit zuständig. 2008 wechselte er zur Stage Entertainment als Geschäftsführer Deutschland. Dort verantwortete er die Gesamtleitung von zehn Theatern inklusive des Theaterneubaus im Hamburger Hafen und der Joop van den Ende Academy. Als verantwortlicher Produzent war er für mehr als 20 Eigenentwicklungen und Lizenzproduktionen zuständig. Speziell die Produktionen „Hinterm Horizont“ und „Rocky“ wurden vollständig von Stage Entertainment in Deutschland entwickelt und produziert. Seit Ende 2013 ist Johannes Mock-O'Hara als selbständiger Unternehmensberater im Bereich Live-Entertainment tätig.

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GAYLE TUFTS

Die Entertainerin Gayle Tufts – laut stern „die bekannteste in Deutschland lebende Amerikanerin“ – ist Autorin, Sängerin, Moderatorin und Stand-up-Comedian und vereint in ihrer Arbeit mindestens zwei Sprachen und verschiedenste Genres zu einer einzigartigen Bühnenpräsenz. Sie lebt seit 1991 in Deutschland und ist viel mehr als die Erfinderin des Denglish, der neuen Weltsprache, die jeder verstehen kann. Mit 25 erfolgreichen selbst geschriebenen und selbst produzierten Bühnenshows, Gastrollen in Musicals und Theaterstücken und zahlreichen Auftritten im TV und Radio, ist sie eine der herausragenden Beobachterinnen deutsch-amerikanischer Verhältnisse und Botschafterin zwischen beiden Ländern. Sie veröffentlichte acht CDs, vier Bücher und eine DVD. Sie ist die personifizierte „Miss America“, eine Brückenbauerin zwischen zwei Welten.

FLORIAN VOGEL

Florian Vogel, geboren 1974, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Rhetorik in Tübingen und arbeitete von 2000 bis 2005 als Dramaturg am Staatstheater Stuttgart. Von 2005 bis 2008 war er Dramaturg am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, ab 2008 geschäftsführender Dramaturg, wo er u. a. eigene Bühnenbearbeitungen und viele musikalische Werke mitentwickelte. Von 2010 bis 2013 übernahm er interimistisch die künstlerische Leitung am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Neben der Betreuung von diversen internationalen Projekten zur Förderung neuer Dramatik unterrichtete Florian Vogel als Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten, u. a. Dramaturgie an der Eberhard Karls Universität Tübingen und Arts Administration an der Universität Zürich. Außerdem ist er seit 2000 Vorsitzender der Jury des Kleist-Förderpreises für junge Dramatik.

HEIKO WOHLGEMUTH

Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler arbeitet der gebürtige Ostfriese als Autor, Liedtexter und Übersetzer. Mit dem Komponisten Martin Lingnau ist er u. a. für die Produktionen „Swinging St. Pauli“ (Inthega-Preis als beste deutsche Tourneeproduktion), „Villa Sonnenschein“, „Heiße Ecke“, „Die Königs vom Kiez“ und viele Folgen der legendären „Pension Schmidt“ verantwortlich. Ihr Musical „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ nach Walter Moers wurde 2007 mit dem Live Entertainment Award ausgezeichnet. 2012 schrieb er zum dritten Mal die Texte des „Nockherberg“ im Bayerischen Rundfunk. Er arbeitete als Liedtexter und Mitautor an der Musicalfassung von Bully Herbigs „Der Schuh des Manitu“ sowie als Script-Consultant und Liedübersetzer des Broadwayerfolges „Hairspray“. Auch für „Sister Act“, „The Sound of Music“, „Natürlich Blond“ und „Shrek“ war er als Übersetzer tätig. Außerdem feierte er mit der ersten autorisierten musikalischen Adaption von „Der Räuber Hotzenplotz“, mit „Es war einmal – 7 Märchen auf einen Streich“ und der One-Man-Comedyshow „CAVEQUEEN“ in Hamburg große Erfolge.

CREATORS - Neue Musicals braucht das Land

Der Ablauf

Aufgerufen sind alle Autoren und Komponisten im Bereich Musiktheater, ihre deutschsprachigen Stoffe einzureichen. Voraussetzung ist der vollständige Rechtebesitz eines bisher nicht uraufgeführten, originären Musiktheaterstoffes und der dazugehörigen Originalmusik.

Die Bewerbung
Für die Bewerbung genügt die Zusendung eines Exposés, dazu Szenen- und Musikbeispiele sowie die Vita von Autor und Komponist zwischen dem 8. Juli 2014 und dem 9. November 2014 um 23 Uhr.

Die erste Auswahl
Nach Einsendeschluss werden bis zu 20 Bewerbungen durch eine Fachjury ausgewählt und benachrichtigt.

Die Vorrunde
Die 20 ausgewählten Teilnehmer erarbeiten dann eine Bühnensequenz ihres Stoffes. Von März bis Juni 2015 werden diese Ausschnitte an drei Abenden auf der Bühne des Hamburger Schmidt Theaters vorgestellt.

Die Jury kürt an jedem Abend eine Gewinnerproduktion und kann zusätzlich zwei weitere Produktionen nachnominieren. Am Ende der Vorrunde stehen damit die sechs Finalteilnehmer fest.

Das Finale
Die Finalisten werden mit je 10.000 Euro gefördert und haben bis Oktober 2015 Zeit, ihren Stoff zu einer bühnenreifen Spielvorlage (Text und Musik) zu entwickeln. Zusätzlich erarbeiten die Teams eine große Showsequenz ihres Stoffes für das Finale am 12. und 13. Oktober 2015. An zwei Tagen präsentieren die sechs Gewinner im Schmidt Theater ihre Musicals in einer Länge von maximal 60 Minuten einem Fachpublikum aus Intendanten, Veranstaltern und Fachpresse. Die Jury prämiert den ersten bis dritten Platz des Wettbewerbs, die Sieger werden mit einer Urkunde geehrt.

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